Donnerstag, 19. November 2009

Und hat alles durchdacht.


Mir ist schlecht. Schon seit Montag. Ich glaube, es liegt daran, dass ich meinem Körper zuviel Bio-Ware und zuwenig Hamburger zuführe. Mein Mäglein müht sich ab mit einem Salatblatt, verziert mit Schneckenspuren (weil Bio) und sehnt sich nach frischem Brot mit Cocktailsauce und Rindsburger. Ich versteh meinen Magen. Zudem sehe ich sowieso nicht ein, weshalb ich mich noch lange dem Projekt "Body 09" widmen soll. Denn erstens ist es jetzt dann bald Winter, heisst, mich sieht sowieso nur noch mein Freund ohne schützendes T-Shirt, was mich sofort zu zweitens führt: Ich bin ja jetzt vergeben und kann mich eigentlich gehen lassen, wie es sich für eine anständige Italienerin gehört. Sollte er mich wegen zuvielen Hamburger im Magen verlassen, hab ich dann Liebeskummer, was sowieso die beste Diät ist. Mein Plan geht auf, was sonst nie einer meiner Pläne tut. Es muss also ein guter Plan sein.

Montag, 16. November 2009

Und hat eine wichtige Mitteilung für Hausbesitzer.



Die WoZ, eine linke unabhängige und deshalb unkommerzielle Wochenzeitung sucht neue Büroräumlichkeiten, da am jetztigen Arbeitsort die Mieten steigen. Das ist natürlich ein harter Schlag für die 35-köpfige Redaktion, deshalb halfen wir ihnen, sich direkt an die Hausbesitzer-Szene zu wenden. Ja, früher hätte die WoZ die Häuser einfach besetzt. Heute haben sich aber auch die Linken weiterentwickelt. Nun fragen sie - notabene im Schlips und Anzug - ob sie vielleicht ein Haus geschenkt kriegen. Soviel Höflichkeit sollte belohnt werden, finde ich.

Vielleicht findet sich aber auch das eine oder andere Minarett, das noch im Bau ist, nach dem Wahlsonntag jedoch für einen anderen Zweck genutzt werden muss.

Hier gehts zum woz'schen Anliegen: www.woz-will-rein.ch

Dienstag, 10. November 2009

Und spielt weiter.


Jaja, der Samstag war ein spielfreudiger Tag. Gleich nach dem Jassturnier packte ich den Bub ein und wir fuhren weit, weit, weit weg: Herrn Müller samt Freundin besuchen auf dem Zollikerberg. Das ist dort, wo es noch Kühe hat und dementsprechend riecht. Nachdem wir alle recht ordentlich Rotwein getrunken haben, wurde Cranium gespielt. Da muss man zum Beispiel berühmte Menschen imitieren. Ich freue mich schon auf die nächste Cranium-Ausgabe, in der es dann mich zu imitieren gilt. Schliesslich werde ich bis dahin berühmt sein. Als Herrscherin über die ganze Welt, zu der ich es dank Allmachtsphantasien dann endlich werde gebracht haben, vielleicht auch noch etwas berüchtigt. Aber da steh ich dann drüber.

Und war immerhin dabei.



Sechstes Zürcher Jass-Derby. Eine wahre Freude, das zweimaljährliche Zusammentreffen zum Stöck-Wiis-Stich-Showdown. Einige spielen mit, um mitzuspielen. Nicht wegen des Gewinnens. Was für ein Chabis! Zum Gewinnen sind wir hier, die Dönis und ich. Deshalb haben wir auch genau zweimal geübt, vom letzten Jassderby bis zum vergangenen Samstag. Gespielt haben wir dann wie Jassgöttinnen, weshalb ich mir auch den schliesslich erlangten zwanzigsten Platz nicht ganz erklären kann. Vom Ehrgeiz getrieben versuchten wir unsere Gegner aus dem Konzept zu bringen. Ausschnittstechnisch wollte sich Herrmann, unser härtester Gegner, jedoch nicht wirklich ablenken lassen. Irgendwann gaben wir dann auf und beschlossen, dass Dabeisein eben doch alles ist.

Das nächste Mal komme ich aber trotzdem im Dirndl.

Montag, 2. November 2009

Und ist doch nicht blöd!



War mit Päse, Anja und Michel, der jetzt tatsächlich doch namentlich hier erwähnt wird, im Sihlcity. Da gibts einen Mediamarkt. Und in einem Mediamarkt hat es lustige Dinge drin. Zum Beispiel Massage-Geräte. Jaja, Massage-Geräte sind was Wunderbares. Ausser, es sind Kopf-Massage-Geräte. Die sehen des Teufels aus und sind es auch. Da wird uns vorgegaukelt, dass es was sehr Lässiges ist, sich selbst so ein Ding übern Kopf zu stülpen und hin und her zu bewegen, dabei kommt man sich so bescheuert vor, dass man die eigene Kopfmassage noch nicht mal geniessen kann. Wer tut sowas? Wer kommt heim vom stressigen Alltag und massiert mit diesem Ding ein bisschen rum? Ich hab mir mal so eines gekauft. Natürlich nicht im Mediamarkt, dort wären sie ja elektronisch gesteuert und deshalb wunderbar. Nein, in der Migros hab ichs gekauft. Ich hatte danach ganz schlimme Depressionen, weil ich mir so furchtbar alleine vorkam, dass ich schon meinen Kopf alleine massieren musste.

Sie sehen, der Kauf eines Massagegerätes kann das Leben ganz schön negativ beeinflussen. Gottseidank bin ich aber nicht blöd und kaufe solch wahrlich wichtige Tools fortan im Mediamarkt.

Und isst glaubs besser keine Lindorkugeln mehr.


Wenn man frisch verliebt ist, möchte man sich von seiner besten Seite zeigen. Von der zartschmelzenden-Lindorkugelseite. Die beste Seite, das heisst: eloquent, witzig, easy. Ja, vor allen Dingen easy. Alles ist easy, denn man will nicht (mehr) schwierig sein. Oder noch besser: Man war nie schwierig und möchte das nun endlich unter Beweis stellen.

Plötzlich ertappe ich mich jedoch mitten im Frischverliebt sein dabei, schwierig zu sein. So gar nicht Lindorkugelsanftunduhuerenlocker, sondern fordernd. Ja, gar einfordernd, was andere (oder im dümmsten jedoch sehr seltenen Falle ich selber) verbockt habe. Ich will Hollywood statt Alltag. Will ewige Schmetterlinge und bin sehr enttäuscht, wenn ein Flattertier sich in meinem Bauch drin bereits zum Mittagsschläfchen darniederlegt. Dass das eine oder andere spontane Guetnacht-läck-find-ich-dich-läss-SMS dem Alltag schon zum Opfer gefallen ist, nehme ich natürlich persönlich, weil ich ja jetzt schwierig bin. Eine eloquente, witzige, easy Freundin fände das natürlich normal. Eine wie ich, die muss erst tiefsinnige Lieder hören. Zum Beispiel "Balu" von Kettcar. Er sagte zu mir: "Vergiss Romeo und Julia, wann gibt's Abendbrot? Willst du wirklich tauschen? Am Ende waren sie tot."

- Das macht Sinn, meinte ich.
- Find ich auch, sagte der eine Schmetterling, der übrigens gar nicht schlief, sondern von einer Lindorkugel kurzzeitig erdrückt wurde.
- Also sind wir jetzt nicht mehr schwierig? fragte ich den Schmetterling.
- Wenn Du keine Lindorkugeln mehr isst, nicht, nein.
- Gut, sage ich, und zeigte mich fortan wieder von meiner Schokoladenseite.

Montag, 26. Oktober 2009

Und ist wieder auf sich alleine gestellt.


Meine Putzfrau möchte nicht mehr meine Putzfrau sein. Sie habe jetzt eine Festanstellung, sagt sie. Und mein Staub? Und meine Böden? Und meine Badewanne? jammere ich. Selber putzen, sagt Petra, die nicht Maria heisst, wie alle anderen Putzfrauen. Mag sein, dass sie deshalb auch etwas strenger ist.

Selber putzen, also. Nun gut, sage ich mir. Dann halt. Jeden Tag ein bisschen und dann wird das schon sauber, hier. Heute, Montag (übrigens der einzige Abend, an dem ich in dieser Woche daheim sein werde) habe ich also geputzt. Den Sims in meiner Küche. Immerhin, habe ich mir gesagt, als ich mit den 30 Zentimetern Putzarbeit fertig war.

Immerhin.

Ps: Ich suche übrigens eine Putzfrau. Dringend.